Aktuelle Berichte und Artikel

Hier finden Sie aktuelle Berichte von zurückliegenden Veranstaltungen, sowie weitere interessante Artikel und Impulse aus unserem Gemeindeblatt "KOMPASS". Ältere Artikel finden Sie in unserem Archiv.

 

Baguette, Kanus und ein paar Regentropfen

 

 

Zwei interessante und unvergessliche Wochen erlebten wir mit 26 Teilnehmern und 5 Mitarbeitern auf unserer Teenager-Sommerfreizeit in Frankreich.

 

 

Nach einer langen Busfahrt kamen wir in unserem Basiscamp an. Geräumige Zelte, aber kalte Duschen erwarteten uns schon. Durch eine Kanueinführung vorbereitet, machten wir uns nach drei Tagen im Basiscamp auf zu unserer 6-tägigen Kanutour.

 

Nach vielen Stromschnellen und einigen ungewollten Ausflügen in das kühle Nass erreichten wir unseren ersten Übernachtungsplatz. Da es von dieser Nacht an stürmte und immer wieder Regen den Ablauf unserer Kanutour behinderte, brachen wir sie nach 3 Tagen ab und verbrachten die restliche Zeit in unserem Basiscamp.

 

 

 

Neben vielen spontanen, lustigen Aktionen zwischendurch gab es natürlich auch eine Menge Programm:

 

Wir feierten zwei Gottesdienste und einen Lobpreisabend und ließen uns in Bibelarbeiten auf Gottes Wort ein. Wir hörten Geschichten von Gott und Erlebnisse mit ihm in den abendlichen Andachten. Bei all dem sangen wir sehr viele christliche Lieder aus unserem Freizeitheft. Jesus Christus war nicht nur in den geistlichen Programmpunkten an unserer Seite, seine Begleitung und Bewahrung konnten wir jeden Tag erleben.

 

 

An den Abenden gab es kreative Programme wie Theater oder Spiele, Berg- und Abschlussfest oder ein Geländespiel. Nachmittags konnte jeder selbst entscheiden, ob er bei einem Workshop kreativ werden, oder lieber selbst die Zeit bestimmen wollte. Es wurde viel „Magic“ gespielt, im Fluss gebadet oder auch mal ein Kanu zum Kentern gebracht. Ein besonderes Team brachte uns die täglichen Mahlzeiten. Morgens und mittags gab es typisch französische Küche: Baguette, abends wurden wir von vielen verschiedenen Nudel- und Reisgerichten überrascht, die tatsächlich alle sehr gut geschmeckt haben.

 

 

Die Atmosphäre auf unserer Freizeit war wirklich genial. Trotz des Regens und der niedrigen Temperaturen waren fast nur fröhliche Gesichter zu sehen. Auch das Mitarbeiterteam, das sich viele Gedanken über die Gruppe und Einzelne machte, wuchs in den zwei Wochen stark zusammen.

 

 

Unser Thema „La fleuve de la vie“ (Der Fluss des Lebens) zog sich als roter Faden durch viele Programmpunkte und half uns auch den etwas holprigen Anfang unserer Freizeit mit Humor und Zuversicht zu nehmen. Ein Tagesausflug nach Montpellier rundete die Freizeit ab. Bevor wir uns wieder auf den langen Weg nach Deutschland machten, erwartete uns ein von den Teilnehmern selbst gestaltetes Programm beim Abschlussfest.

 

 

Viele Momente unserer Freizeit bleiben sicherlich unvergessen.

 

 

 

Auswertung der Mitgliederumfrage zur Kooperation mit der Vahrenwalder Kirchengemeinde

 

Die Mitgliederstunde am 26. Juni war mit 60 Teilnehmenden sehr gut besucht. Das war angesichts des Themas „Kooperation mit der Vahrenwalder Kirche“ nicht weiter verwunderlich.

 

 

Zunächst wurden in Tischgruppen (eine angenehme Neuerung!) Fragen zur Kooperation gesammelt und an das Plenum weitergegeben. Ein Fragebogen wurde ausgeteilt, um ein Meinungsbild (keine Abstimmung!) der Mitglieder zu ermitteln. Die anonyme Auswertung der Fragen hat folgendes Bild ergeben:

 

  • rd. 90 % der Umfragebogen wurden zurückgegeben

  • rd. 70 % wiesen eine positives Tendenz auf

  • rd. 30 % enthielten ein eher negatives Votum

 

Auf dieser Basis werden wir weiter mit der Vahrenwalder Kirche an den offenen Problemen arbeiten, um schließlich eine endgültige Entscheidung der Mitglieder zu ermöglichen. Zurzeit läuft ein Planungswettbewerb mit sieben Architektenbüros, um zu aussagekräftigen Planungskonzepten zu kommen.

 

 

Noch ein weiteres Problem wurde allerdings deutlich: Bei einem Verbleib in der Edenstraße wird ein erheblicher Finanzbedarf zur Unterhaltung des Gebäudes entstehen. Wir nennen nur zwei von mehreren Stichworten: „Energetische Sanierung“ und „Behindertentoilette“.

 

 

Daher hat der Vorstand ein Baukonto „So oder so“ ins Leben gerufen; nähere Einzelheiten hierzu entnehmen Sie bitte dem inzwischen vorliegenden Faltblatt „Wir bauen!“. Wir laden Sie zu einmaligen oder wiederkehrenden Spenden auf dies Konto ein, das dann je nach Entscheidung für den Neubau oder die Erhaltungsmaßnahmen der „Edenstraße“ verwendet werden soll. Bis dahin wird auf dem Konto lediglich Geld gesammelt. Wer seine Spende ganz oder teilweise nur für einen der beiden Zwecke verwendet sehen will, hält diesen Teil einfach bis zur Entscheidung zurück.

 

 

Mit unserer Gemeinschaft soll es weitergehen, „so oder so“.

 

 

Wenn Sie noch Fragen haben, will der Vorstand diese gern beantworten.

 

 

Im Namen des Vorstands

 

FerienCard-Aktion in der Edenstraße

 

Friede, Freude, Eierkuchen“ – so lautete das Motto für unseren Nachmittag am 11. August den wir im Rahmen der FerienCard-Aktionen der Stadt Hannover anboten.

 

 

Kinder von 6 – 12 Jahren waren herzlich Willkommen und kamen auch. Von den 18 Kindern, die dabei waren, haben mehr als die Hälfte zum ersten Mal unsere Räume betreten. Das Programm bestand ganz aus unserem Motto: Wir hatten Freude beim Spielen und Basteln, hörten und sangen von Gottes Frieden und natürlich gab es auch Eierkuchen bzw. echte Crêpes zu essen.

 

 

Viele Mitarbeiter unterstützten in der Vorbereitung und Durchführung diesen Nachmittag und wir hoffen, dass viele Teilnehmer schon vor dem nächsten Sommer den Weg in unsere Edenstraße finden.

 

An(ge)dacht

 

Gut ist der Herr, eine feste Burg am Tag der Not. Er kennt alle, die Schutz suchen bei ihm.
Nahum 1, 7

 

Nahum, der Schreiber des Monatsspruches, lässt sich in die Reihe der Propheten am Ende des Alten Testaments einordnen. Sein Buch ist betitelt mit „Gott zieht seine Feinde zur Rechenschaft“. Nahum beschreibt dort, was Gott der Stadt Ninive ankündigte. Er beschreibt zunächst ein Zorngericht Gottes, das alle treffen wird, die ihn hassen. Aber er schreibt auch über den gütigen Gott, der den Menschen, die ihm vertrauen, Zuflucht in der Not schenkt oder – wie Luther es übersetzt – eine feste Burg ist.

 

 

 

Nahum vergleicht Gott den Herrn mit einer starken und Schutz bietenden Burg. Dieses Bild ist uns aus Geschichten des Mittelalters gut bekannt. Vermutlich hat jeder ein Bollwerk vor Augen, gebaut aus dicken Steinen, am besten in Höhenlage. Der Burgherr selbst erteilte den Befehl, dass die Tore der Burg im Notfall, d. h. bei drohendem Krieg geöffnet werden sollten, um den Bauern aus der Umgebung eine Zuflucht vor den Feinden bieten zu können.

 

 

 

Feinde im mittelalterlichen Sinne kennen wir im heutigen Deutschland kaum. Gott sei Dank! Aber auch bei uns gibt es Manches, was an unseren Grundfesten und an unserem Vertrauen auf Gott rüttelt und uns Angst macht. Mir persönlich wird manchmal ganz schlecht, wenn ich die Zeitung aufschlage und hier von einer Naturkatastrophe in Japan, dort von einem Attentat auf norwegische Jugendliche oder einem Busunglück mit mehreren Toten lese. Sorgen um mich und meine Familie bohren sich dann wie kleine Giftpfeile in mein Gottvertrauen hinein und hinterlassen Zweifel.

 

 

 

Schutz im Kriegsfall – das Wort „Krieg“ taucht neben dem Krieg mit Waffen auch in anderen Bedeutungen in unserer heutigen Sprache auf. Zum Beispiel spricht man vom „Kleinkrieg“ zwischen Kollegen, Ehepaaren, Eltern und Kindern. Man meint damit eine Beziehung, die auf Streit und Unzufriedenheit fußt. Auch das Wort „Nervenkrieg“ ist uns geläufig und beinhaltet Strapazen wie über die Kräfte gehenden Stress, psychische Belastung oder Burnout.

 

 

 

Gott verspricht uns Schutz am Tag der Not, also im Kriegsfall. Wir dürfen zu Gott in seine sichere Burg fliehen, wenn uns der Alltag überrennt und uns Lebenssituationen von IHM wegzureißen drohen. Wir dürfen bei Gott wieder zu Atem kommen und uns aus dem Alltag zurückziehen. Dort sind wir in Sicherheit. Gott hält unser Leben in der Hand. Wir müssen nicht mehr alleine kämpfen. Manchmal verstehen wir uns selbst nicht und wissen überhaupt nicht, was los ist. Aber ich glaube, das brauchen wir auch gar nicht. Es reicht, wenn wir zu Gott in seine Burg laufen und Schutz suchen. Denn „Gott kennt alle, die Schutz suchen bei ihm“, wie es Nahum im Monatsspruch schreibt. ER weiß um die Gründe, die uns zu ihm treiben und bietet uns erstmal eine Auszeit an. Dann hilft er uns, die Feinde, die uns von Ihm trennen wollen, zu bekämpfen.

 

 

 

Nun ist ja alles klar, oder? Wenn es mir schlecht geht, laufe ich zu Gott und es geht mir wieder gut. Aber so erlebe ich es in meinem Glaubensleben nicht immer und ich beginne an meinem Gebet zu zweifeln. Bete ich nicht ernsthaft genug oder bin ich womöglich gar kein richtiger Christ? Stimmt etwas nicht in meiner Beziehung zu Gott? Warum verändert sich die Situation nicht so, wie ich es erbeten habe?

 

 

 

Vielleicht ist es aber auch so, dass ich gar nicht wahrnehme, dass Gott schon längst mein Gebet erhört hat, und zwar anders, als ich dachte. Gott muss und will anscheinend nicht immer die äußere Situation ändern. Aber er kann an meiner inneren Situation arbeiten und mir helfen, Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten z.B. durch Gespräche mit anderen, durch Bibelworte, durch Liedtexte.

 

In meinem Alltag bin ich oft so mit anderen Dingen beschäftigt, dass ich mit verschlossenen Augen und Ohren für Gottes Wirken durch die Gegend laufe und manchmal den sicheren Rückzug in die Burg gar nicht erst in Betracht ziehe.

 

 

 

In einem Artikel zum Thema „Stille Zeit“ habe ich den Vorschlag gelesen, über einen einzigen Bibelvers eine Woche lang nachzusinnen und ihn bewusst auswendig zu lernen. Mein Mann und ich haben diese Methode einige Zeit ausprobiert und haben erfahren, wie nachhaltig so ein Bibelvers wirken kann und Gott in unserem Alltag und in unseren Gedanken präsent werden lässt.

 

 

 

Vielleicht versuchen Sie es mit dem Monatsspruch? Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen, dass sich das Bild unseres starken Gottes, der uns wie ein Bollwerk gegen unsere Feinde beschützt, tief einprägt und besonders in Zeiten der Not, aber auch im normalen Alltag immer gegenwärtig ist.